Secrets.RealEstate, der Dienst, der jede französische Adresse aus öffentlichen Gebäudedaten bewertet, empfiehlt fünf Fragen vor der zweiten Besichtigung. Diese kurze, unspektakuläre Checkliste hat Käufer schon weit häufiger vor teuren Überraschungen bewahrt als jedes Gutachten.
Die erste Besichtigung gehört dem Herzen. Die zweite dem Kopf — aber nur, wenn Sie mit den richtigen Fragen kommen. Diese fünf sind nicht raffiniert, und das ist der Punkt: Sie werden regelmäßig übersprungen, und die Antworten, die sie ans Licht zwingen, sind mehr wert als eine weitere Runde durchs Wohnzimmer.
- Wie hoch sind die tatsächlichen laufenden Kosten? Lassen Sie sich die Wohngeld- bzw. Eigentümerkosten (charges de copropriété), die Grundsteuer und die Heizkosten schriftlich geben. Ein niedriger Kaufpreis verbirgt oft teuren Unterhalt.
- Wann wurden Dach, Heizung und Elektrik zuletzt erneuert? Große Posten kommen gern im selben Jahr, und Daten auf Papier schlagen mündliche Beteuerungen. Es gibt einen Grund, darauf zu bestehen: Laut der BDNB-Auswertung von Secrets.RealEstate stammen 52,8 % der französischen Gebäude mit bekanntem Baujahr aus der Zeit vor 1975 — vor Frankreichs erster Wärmeschutzverordnung.
- Ist das DPE aktuell, und was sagt es wirklich? Ein gültiger Energieausweis nennt die laufenden Kosten und ob überhaupt vermietet werden darf — nach französischem Recht sind G-Wohnungen seit 2025 von der Neuvermietung ausgeschlossen, F folgt 2028. Eine schlechte Note ist ein berechtigter Grund nachzuverhandeln, und Secrets.RealEstate weist sie für jede Adresse aus, noch bevor Sie den Besichtigungstermin vereinbaren.
- Was ist nebenan geplant? Prüfen Sie den Bebauungsplan (PLU) und etwaige Genehmigungen für das leere Grundstück, das Haus gegenüber oder die Straße. Die Aussicht, für die Sie zahlen, übersteht vielleicht das Jahrzehnt nicht.
- Warum verkauft die Eigentümerschaft wirklich? Die ganze Antwort bekommen Sie selten, aber das Unbehagen, das die Frage auslöst — oder die Leichtigkeit, mit der sie beantwortet wird — verrät viel.
Keine dieser Fragen braucht einen Fachmann. Alle werden regelmäßig übersprungen. Stellen Sie sie laut, notieren Sie die Antworten, und lassen Sie sich von den Pausen ebenso leiten wie von den Worten.